Firmkonzept 2007 der SE Titisee-Neustadt

1. Statistisches

Angeschrieben wurden im Frühjahr 2007 ca. 200 katholische Jugendliche der Jahrgänge 1991-1993. Ebenfalls wurden noch ca. 30 Personen angeschrieben, die bei der letzten Vorbe-reitung nicht dabei sein wollten oder konnten, aber potentielles Interesse für die nächste Run-de signalisiert hatten. Zur Firmvorbereitung haben sich 159 Jugendliche angemeldet, gefirmt werden wollen voraussichtlich 157 (Stand Anfang November 2007. Zum Vergleich: Firmung 2003: 124 Jugendliche; Firmung 2005: 133 Jugendliche).

2. Die Konzeption

Ausgehend von dem Aspekt, dass Firmung ein Initiationssakrament ist mit der Maßgabe, sich bewusst für ein Leben als Christ zu entscheiden und sich dafür bestärken zu lassen, liegt der Schwerpunkt der diesjährigen Vorbereitung ganz klar auf der Glaubenspraxis und weniger in der Lehrunterweisung. So lautet das Motto „Als junger Christ heute leben“. Im Mittelpunkt steht eine Art „Basiseinführung“ in einen christlichen Lebensstil. Den Jugendlichen werden dabei anhand der drei Schwerpunktinhalte Bibel, Gebet, Nächstenliebe und Versöhnung wichtige Grundlinien und Elemente einer christlichen Lebensführung nahe gebracht.

Die Firmvorbereitung fußt auf 3 Säulen.

Die erste Säule besteht aus 3 „Werkstattsamstagen“, die unter einem Oberthema dann verschiedene Kleingruppen-Workshops, zum größten Teil nach Wahl besucht werden konnten.

Über dem 1. Werkstatttag stand das Thema „Die Bibel – das christliche Navigationssystem“. In spielerischer Weise wurde das Buch der Bücher als lesenswertes Werk präsentiert, in einem zweiten Schritt wurde ein Bibeltext, nämlich der Lesungstext des Firmgottesdienstes, anhand der Methode „Bibel-Teilen“ bearbeitet.

Die Devise des 2. Werkstattsamstag lautete „Beten ist Beziehung“. Jede/r Jugendliche konnte dabei 2 Workshops aus folgenden Angeboten besuchen: Einführung in das Rosenkranzgebet, Einführung in das Taizégebet, Betschemel basteln, Psalmenschreibwerkstatt, Einführung in das Geh-Bet, Einführung in das christliche Sonnengebet, Einführung in die „Perlen des Glaubens“, Einführung in die Eucharistische Anbetung, Einführung in christliche Meditationsformen, Getanztes Gebet sowie Gesungenes Gebet.

Am 3. Werkstattsamstag stand das Thema „Versöhnung leben“ im Mittelpunkt. Die Jugendlichen beschäftigten sich unter Anleitung in Einzelarbeit mit ihren Schattenseiten; anschließend feierten wir gemeinsam einen Versöhnungsgottesdienst. Nach der Feier bestand die Möglichkeit zu einem Beichtgespräch bei Pfarrer Ullrich.

Schließlich gibt es noch einen Samstagnachmittag, in dessen Mitte der Leitgedanke „Ich lasse mich firmen“ steht. Die Jugendlichen erfahren dabei die Bedeutung der sakramentalen Zeichen.

Zur zweiten Säule gehören 13 Projektangebote, aus welchen sich die Jugendlichen eines verpflichtend aussuchen. Wir bedienen dabei vielfältige Interessen sowie die finanziellen und zeitlichen Möglichkeiten der jungen Leute. Außerdem nutzen wir im Sinne der Kooperation die Möglichkeit gemeindeeigener sowie kirchlicher Offerten allgemein. Im Angebot diesmal sind im Themenbereich „Christliches Leben aus Überzeugung“ eine Fahrt zur Communauté nach Taizé sowie ein Wochenende im Kloster St. Trudpert, im Bereich „Caritas und Soziales“ Mitarbeit in der Behindertenwerkstatt, im Altenpflegeheim St. Raphael sowie Infonachmittage in der Sozialstation sowie beim Caritasverband Hochschwarzwald. Außerdem haben wir Schnupperpratika in unseren ortsansässigen katholischen Kindergärten vermittelt. Im Bereich „Gottesdienst“ haben wir ein Firmchorprojekt ins Leben gerufen, uns an das Dekanatsevent „Feuer und Flamme“ (Sternwanderung und Gottesdienst) angeschlossen sowie eine eigene Wanderung mit meditativen Elementen organisiert. Im Rahmen der Vernetzung mit der örtlichen Jugendarbeit bietet die KLJB Titisee einen erlebnispädagogischen Nachmittag an.

Die dritte Säule besteht in der Förderung selbständiger Entscheidung. Dies geschieht in Form von Entscheidungsgesprächen, die jeder Jugendliche, der sich nach der Vorbereitungsphase firmen lassen will, stellen muss. Diese ca. 15-20minütigen Gespräche werden mit einem haupt- bzw. nebenberuflichen Mitarbeiter aus unserer Seelsorgeeinheit geführt.

3. Mitarbeiter in der Vorbereitung

Als Firmbegleiter an den Werkstattsamstagen stellten sich regelmäßig zur Verfügung:

Sarah Beha, Andrea Binder, Michael Faller, Daniela Fugmann, Johannes Helmle, Stefanie Helmle, Ursula Herling, Gabi Hug, Sabine Kubitza,
Bernadette Neumaier, Dorothea Obermann, Karl Schlegel, Martina Schuler, Matthias Stegerer, Stefan Straub, Daniela Waldvoge, und Angelika Willmann.

Als besondere Anbieter für Gebets- und Meditationsworkshops durften wir begrüßen: Pfarrer Wolfgang Klock, Sr. Roswinda, Sr. Luitrudis, Sr. Silvia, Rolf Recktenwald-Dräger, Josina Kern-Fehrenbach und Roland Gantert.

Für Projektangebote und die Begleitung der Jugendlichen dabei bedanken wir uns herzlich bei den Verantwortlichen und Mitarbeitern der Sozialstation, der Caritas-Werkstatt, dem Caritas-Verband, dem Seniorenzentrum St. Raphael, den Kindergärten St. Michael, Neustadt, und St. Raphael, Titisee, Andreas und Marion Schmidt mit ihrem Taizé-Team, Markus Lüber und der KLJB Titisee, dem Dekanatsjugendbüro und dem Dekanatsreferenten Thilo Knöller, dem Kloster St. Trudpert sowie Michaela Benitz und Waltraut Pfaff.

Musikalische Verantwortung tragen Clemens Staiger, Miriam Zahlten und Bernhard Fehrenbach

Verwaltung und Hilfsdienste: Die Pfarrbüros Neustadt und Titisee mit Lieselotte Kaiser, Evelyne Walzer und Sabine Medard sowie unterstützend Katia und Pascal Medard.

Die Entscheidungsgespräche führen Pfarrer Johannes Herrmann, Gemeindereferentin Hug, Diakon Hanspeter Schmider, Klinikseelsorgerin Dorothea Welle sowie Pastoralreferent Andreas Alt.

Gesamtverantwortung: Pastoralreferent Andreas Alt

Am Freitag, 30. November, 17.00 Uhr, sowie am Samstag, 01. Dezember, 10.00 und 17.00 Uhr, spendet Weihbischof Dr. Bernd Uhl das Firmsakrament in der Christkönig-Kirche zu Titisee.